Pädagogische Konzeption

Kindergarten Die kleinen Strolche e.V.

"Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren.
Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen
einander im Geiste der Brüderlichkeit begegnen."

Menschenrechte der vereinten Nationen – Artikel 1

1. Leistungsbeschreibung und Konzeption

Kindheit ist eine ganz besondere Lebenszeit – Kinder fühlen, denken, lernen und verarbeiten Erlebnisse bis zu ihrem sechsten Lebensjahr anders als größere Kinder und Erwachsene. Diese Lebensphase ist darum bedeutsam und sollte so einfühlsam und achtsam wie möglich gestaltet werden.
Das Wissen, dass jedes Kind einzigartig und gut ist und seine Eltern es lieben, leitet unsere pädagogische Arbeit. Für uns sind der Schutz des Individuums, die Wertschätzung, die wir jedem Kind entgegen bringen möchten, die Gleichberechtigung und das Recht jeden Kindes auf freie Persönlichkeitsentwicklung, unverzichtbare Bausteine.
Diese machen das Zusammenleben in der Gemeinschaft Kindergarten erst möglich und die Kinder erfahren ihn als Ort der Geborgenheit zum Leben und Lernen. Die Erziehung und die Förderung der Kinder soll ohne Leistungsdruck und nach dem Prinzip der Ganzheitlichkeit stattfinden.
Für kleine Kinder sind der Aufbau sicherer Bindungen zu verschiedenen erwachsenen Menschen, die Erfahrungen von Vertrauen und Geborgenheit und die Entwicklung von Autonomie und Identität tragende Grunderfahrungen.
Wir verstehen die Eltern und Familien als wichtigste Bezugspersonen für das Kind und möchten diese unterstützen und ergänzen. Unser Kindergarten soll für Kinder, Eltern, Großeltern und alle Mitarbeiter ein Ort der Begegnung, des gegenseitigen Verstehens und Vertrauens sein. Wir sagen “du“ zueinander und bilden ein privates Familienzentrum.

Was uns auszeichnet:
•    Eine kleine Gruppe mit höchstens 25 Kindern
•    Erfahrene und liebevolle Bezugspersonen
•    Eine familiäre Atmosphäre mit Menschen vieler Kulturen
•    Ein großer Garten und gemütliche Räume zum ungestörten Spielen
•    Engagement und Interesse vieler Eltern und Vereinsmitglieder

 
2. Unsere pädagogische Konzeption

Diese Konzeption soll für uns alle, ErzieherInnen und Eltern, ein Leitfaden für das pädagogische Handeln hier im Kindergarten sein.
Sie definiert die übergeordneten Grundsätze, die dem Leben und Arbeiten hier im Kindergarten “Die kleinen Strolche“ zu Grunde liegen.
Hierbei sind uns vor allen der situative Ansatz und die Beteiligung der Kinder zur Förderung der Selbstständigkeit wichtig. Alle Kinder hier sollen hier eine Atmosphäre der Geborgenheit und der spielerischen Anregung spüren.
Die Erziehung und Förderung der Kinder im Kindergarten findet ohne Leistungsdruck und nach dem Prinzip der Ganzheitlichkeit statt. Im Mittelpunkt steht das Kind mit seinen individuellen Fähigkeiten, Bedürfnissen und Grenzen.
Das Kennenlernen von Vielfalt und das gegenseitige Verstehen ist uns wichtig.
Der konfessionsunabhängige Kindergarten ist eine Elterninitiative. Dies bedeutet, dass die Mitarbeit der Eltern erwünscht und auch erforderlich ist, um einen reibungslosen Ablauf im Kindergarten zu gewährleisten. Die Trägerschaft liegt in den Händen der Vereinsmitglieder, die durch den jeweiligen gewählten Vorstand vertreten werden.
Unser Leitbild ist das Menschenrecht der Vereinten Nationen Artikel 1, in der pädagogischen Konzeption mit Blick auf die UN Kinderrechte:

Recht auf Förderung und Entwicklung – provision
Recht auf Schutz – protection
Recht auf Beteiligung - participation

 

3. Unsere Arbeit orientiert sich am Situationsansatz

Der “Situationsansatz“ nimmt kindliche Bedürfnisse zum Ausgangspunkt der pädagogischen Arbeit. „Was wir ´Situation` nennen, ist mein Platz inmitten der Welt, (…) das heißt auch die Entdeckung der Gefahren, denen ich begegne, der Hindernisse, auf die ich treffen kann, der Hilfen, die mir angeboten werden, (…).“ Jean Paul Sartre, 1943

Kinder haben eigene Rechte und Möglichkeiten, ihre Fähigkeiten in den für sie angemessenen Entwicklungsschritten mit in die Gemeinschaft zutragen. Dabei werden sie von verantwortungsvollen Erwachsenen durch sichere Beziehungen und einem anregenden Umfeld bestärkt, sich in ihrer Persönlichkeit weiterzuentwickeln und auf ihre eigenen Kräfte zu vertrauen. Kinder mit vielfältiger sozialer und kultureller Herkunft sowie individueller Lerngeschichte werden in unserem Kindergarten befähigt, in Situationen ihres aktuellen und zukünftigen Lebens autonom, solidarisch und kompetent zu denken und zu handeln.
Dafür greifen wir als ErzieherInnen bedeutsame Situationen (sogenannte Schlüsselsituationen) aus dem Fundus von „Lebenssituationen“ und „aktuellen Situationen“ der Kinder auf - erkunden, erklären und entwickeln diese gemeinsam.
Dies geschieht auf ganz vielfältige Weise, in Form von Aktivitäten im Alltag, im Spiel, in Projekten sowie in Raum- und Materialgestaltung.
Die Bedürfnisse der Kinder in den Mittelpunkt der pädagogischen Arbeit zu nehmen, setzt eine aktive und am Lernen interessierte Haltung der ErzieherInnen voraus.
Phantasie- und Lebenswelten der Kinder fordern uns deshalb stets dazu auf, Neues und Überraschendes zuzulassen. Eine Öffnung des Rahmenplans sowie Raumplanes ist deswegen bei uns bedeutsam.

Wir stellen uns Fragen wie:

•    Was kennzeichnet hier und heute das Leben 'unserer' Kinder und ihren Familien?
•    In welchen Situationen sind die Kinder glücklich und hoffnungsfroh und welche Situationen erleben sie als schwierig oder widersprüchlich?
•    Welche Situationen sind geeignet, damit die Kinder besser mit sich und ihrer Welt zurechtkommen und erfahren können, wie sie ihr Leben selbstbestimmt und gemeinsam mit anderen gestalten können?

Durch das Lernen in altersgemischten Gruppen sowie einem generationsübergreifenden Lernen fördern wir das Kennenlernen von Vielfalt und ein gegenseitiges Verstehen in der Gemeinschaft. In diesem Zusammenhang ermutigen wir die Kinder, sich an gesellschaftlichen Vorgängen aktiv zu beteiligen. Die Eltern können an der pädagogischen Arbeit inhaltlich mitwirken, wo immer sie Zeit und Interesse finden.
Für weitere Ausführungen stehen unsere konzeptionellen Grundsätze - angelehnt an den Situationsansatz.

Die gesetzliche Grundlage ist das Gesetz zur frühen Bildung und Förderung von Kindern – Kinderbildungsgesetz (KiBiz) in NRW.
Inhalte dieses Gesetzes sind u.a. die Aufsicht, die Planung und die Finanzierung der Kindereinrichtungen sowie die Eltern- und Kindermitwirkung.
Unser Kindergarten unterliegt der Aufsicht des Landesjugendamt Rheinland – LVR in Köln und des Jugendamtes der Stadt Königswinter zur Gewährleistung einer Erziehung zum Wohle des Kindes.

4. Wahrnehmung und Förderung

Selbstkompetenz
Gefördert wird das Verhältnis des Kindes zu sich selbst.

Liebesfähigkeit
Kinder werden mit der Fähigkeit zu lieben geboren – sie möchten und sollen auch von uns und ihren Freunden geliebt werden. Dies bringen wir sprachlich und auch durch natürlichen Körperkontakt zum Ausdruck.

Vertrauen und Wohlfühlen
Kinder können nur dann Vertrauen aufbauen, wenn wir Erwachsenen sie positiv annehmen, so wie sie sind. Die Kinder sollen das Gefühl haben, jederzeit mit ihren Erlebnissen, Problemen und Ängsten zu dem Bezugspersonen gehen zu können sowie selbstständig Dinge für sich entscheiden zu dürfen.
Gegenseitiges Vertrauen ist hierbei die wichtigste Voraussetzung. Dadurch wird das Kind freie Entscheidungen treffen, Bewegungs- und Spielräume nach eigenen Bedürfnissen wählen und glücklich machende Gespräche untereinander führen.
Wir möchten mit den Kinder anregende Räumlichkeiten (drinnen und draußen) schaffen, in denen wir uns wohl fühlen und gerne aufhalten.

Emotionalität
Der Mensch besteht aus vielen Gefühlen ( Neugierde , Freude, Mut, Unsicherheit, Angst...), die ihn lebendig halten. Bei uns hat jedes Kind die Möglichkeit, seine Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken. Wir wollen ihm helfen belastende Gefühle und Stress zu regulieren, indem wir es z.B. aus der Situation führen, ihnen Dinge erklären, sprechen, trösten, halten, ablenken und Kontakte herstellen. Kinder können lernen aktiv mit ihren Gefühlen umzugehen. Wir nehmen sie ernst und sind für sie da, indem wir ihnen zuhören und versuchen zu verstehen, sie trösten und zu gerechten Aushandlungen und zu einem friedlichen Miteinander anregen.

Wahrnehmungsfähigkeit
Kinder machen ihre Erfahrungen mit allen Sinnen:

    • Gleichgewichtssinn
    • Bewegungssinn, Orientierungssinn
    • Lebenssinn, Schmerzwahrnehmung
    • Tastsinn
    • Wärmesinn
    • Sehsinn
    • Geschmackssinn
    • Geruchssinn
    • Ichsinn
    • Gedankensinn
    • Sprachsinn
    • Hörsinn

Eine gute Zusammenarbeit aller Sinne ist sehr wichtig, damit ein Kind gesund Heranreifen kann. Das Kind lernt, seine Umwelt durch seine Sinneskanäle aufzunehmen und auf äußere Reize (Umwelt) sinnvoll zu reagieren. Im Kindergartenalltag schaffen wir viele Wahrnehmungsmöglichkeiten, dieses zu fördern, begleiten und anzuregen. Unser Außengelände bietet allen Sinnen reichlich Raum.

Selbstwahrnehmung
Wie ein Kind sich selbst und seine Umgebung wahrnimmt ist immer individuell von seinen inneren Gefühlen und Erfahrungen gestützt und wird durch unsere Reaktionen in Bewegung gehalten. Wir möchten feinfühlige und liebevolle Beobachter sein, damit wir fördernd wirken und aktiv unterstützend das Kind begleiten können. Das Kind soll für sich eine positive Selbstwahrnehmung verinnerlichen, die es für sein Leben stärken wird – Salutogenese und Resilienz.
Geschlechterrollen: Auch wenn die biologischen Unterschiede zwischen Mädchen und Jungen anzuerkennen sind, reichen diese jedoch nicht aus, um die Rollenverteilung zweier Geschlechter als genetisch verursacht zu erklären. Wir ermutigen die Kinder sich in Rollen zu probieren, um daraus eine eigene Geschlechteridentität zu entwickeln.
Selbsteinschätzung
Kinder können Verantwortung für sich selbst übernehmen, Entscheidungen selbstbestimmt treffen und mit uns gemeinsam vereinbaren. Hier haben sie Raum ihr Können zu zeigen und zu üben, sich und ihre Wirkung durch Reflexion mit anderen Kindern im Spiel zu spüren und ihre Weiterentwicklung zu erleben. Wir gestalten das Umfeld für diese Förderung achtsam und tragen als Erwachsene die Verantwortung für die Sicherheit und das Wohlbefinden der Kinder. Ihnen Stolpersteine vorweg zu nehmen, sehen wir als Belastung für gelingende Entwicklungsschritte. Wir werden tatsächliche Hindernisse und Schwierigkeiten der Kinder sehen, ihnen erklären und helfen, aber wir werden sie ihnen bewusst nicht einfach wegräumen.

Motivation
Kinder sind in sich neugierig und selbst motiviert (intrinsische Motivation, Belohnung durch eigene Erfolgserlebnisse). Es ist ihr ureigenes Interesse, in einer für sie vorerst irritierenden Welt, Durchblick zu gewinnen und damit geistige Strukturen aufzubauen. Dabei möchten wir sie zukunftsorientiert weiterhin stärken und ihnen Möglichkeiten für wichtige Erfahrungen anbieten.


Sozialkompetenzen
Gefördert wird das Verhältnis des Kindes zu anderen Menschen.
Kinder erleben im Kindergarten das Verhältnis anderer Menschen untereinander und zu sich selbst. Sie können lernen andere Kinder und Erwachsene zum Mitspielen einzuladen, um Hilfe zu bitten, sich selbst helfen zu lassen, Rücksicht zu nehmen, Bedürfnisse zu äußern u.v.m.

Konfliktfähigkeit
Die Kinder sollen im Kindergartenalltag ihre Konflikte möglichst untereinander lösen, soweit sie dazu in der Lage sind. Wir geben den Kindern die Möglichkeit, Konflikte zu erleben, zu erproben und eigenständige Lösungen zu finden und nehmen eine beobachtende Rolle ein.
Wir intervenieren erst, wenn Gewalt eingesetzt wird, der Konflikt nicht gelöst werden kann oder wir um Hilfe gefragt werden. Wir vermeiden bewusst eine Schuldfrage zu klären, sondern richten den Focus auf den weiteren Umgang mit der Situation und werden gemeinsam eine Lösung finden oder Alternativen aufzeigen können.
Beispiel: Wenn zwei Kinder sich um einen Stift streiten, ist dies anders zu bewerten, als wenn zwei Kinder ein einzelnes Kind bewusst ärgern. Hier kann das betroffene Kind in eine Situation kommen, welche die Möglichkeit einer eigenen Konfliktbewältigung einschränkt und unsere Hilfe sinnvoll und vorbildlich wird.
Die Erwachsenen sind sich ihrer Vorbildfunktion jederzeit bewusst. Bei Konflikten zwischen Erwachsenen und Kind gilt also auch: Verbal mit Augenkontakt lösen und nicht unnötig sanktionieren!
Wir üben keine Macht aus.

Spielfähigkeit und Fantasie
Spielend eignen sich Kinder die Welt an und begreifen die Dinge, die sie umgeben. Durch das Spiel wird die eigene Fantasie und Kreativität entdeckt und das Kind kann sich immer wieder neu erleben.
Kinder benötigen hierzu wenig vorgefertigtes Spielzeug. Sie wollen selbst konstruieren, experimentieren und erfinden, ihre Fantasie und ihren Körper gebrauchen – Spielen mit Arbeitscharakter.
Deshalb ist unser Kindergarten eine “spielzeugreduzierte Einrichtung“. Es werden nur eine begrenzte Anzahl an Spielsachen zur freien Verfügung gestellt, diese werden aber ausgetauscht und erneuert um den Kindern bewusst neue Anregungen geben zu können. Jedes Kind hat in allen Räumen freien Zugang zu verschiedenen Spiel- und Werkmaterialien sowie Büchern.
Bei der Materialauswahl werden gerne selbst gefundene und gesammelte Alltags- und Naturmaterialien eingesetzt.
Sie können eigenaktiv bestimmen, mit wem und was sie spielen wollen. Die Erwachsenen gehen auf ihre Ideen, Wünsche und Vorstellungen ein und geben ihnen, wenn erwünscht, Anregungen und Hilfe.
Die Kinder lernen Materialien, die nicht mehr gebraucht werden, wieder aufzuräumen und an den dafür vorgesehenen Platz zu legen. Dies geschieht in Kooperation und in gegenseitiger Verantwortlichkeit.

Kognitive Entwicklung:
Erlernen und Weiterentwicklung von lebenspraktischen bzw. bezogenen Fähigkeiten und Fertigkeiten. Spielend und mit Beteiligung wird Sachwissen durch das Einsetzen unterschiedlicher Medien und Materialien vermittelt.

Ästhetische Fähigkeiten
- Werken & Kreativität
Die Kinder sollen vielfältige Materialerfahrungen mit möglichst wenig Einschränkungen durch Ästhetik und Sauberkeitsvorstellungen der Erwachsenen machen. Sie können Ideen entwickeln und diese gemäß ihren Fähigkeiten umsetzen, sowie sich darum fortwährend üben.
Nicht das Ergebnis steht im Vordergrund, sondern vielmehr der experimentelle Prozess. Bei der Materialauswahl werden selbst gesammelte Naturmaterialien und alltägliche Gebrauchsgegenstände bevorzugt.
- Musikalisch-rhythmische Bildung
Die Kinder sollen vielfältige musikalische Erfahrungen im Kindergarten erleben.
Fröhliches singen und der spielerische Umgang mit interessanten Klanginstrumenten sollen ihre Begeisterung am Musizieren wecken. Die Kinder haben Zugang zu den Trommeln und Rhythmusinstrumenten.
Von den Kindern komponierte und gedichtete Lieder, die sich beim Spielen, während Sitzkreisen und Spaziergängen entwickeln, werden positiv Wahrgenommen. Musik begleitet uns den ganzen Tag. Ungezwungen und frei, in Reim und Liedform, begleitet mit eigenen Stimmen und auch verschiedenen Instrumenten. Auf Spaziergängen wird viel gesungen. Das macht uns viel Freude und Mut.
Gerne werden auch professionelle Musiker eingeladen.

Bewegungsfähigkeit - Motorik
Bewegung ist ein bedeutender Bestandteil des täglichen Lebens und wichtig für ein gesundes Wachstum. Es besteht ein wichtiges, positives Zusammenwirken zwischen Motorik und kognitiven Fähigkeiten. Die Bewegungsförderung wird fließend in den Kindergartenalltag integriert. Sie findet in offener, natürlicher Form sowie in vorbereiteten Bewegungsangeboten statt. Durch das vielfältige Spielen im Garten, Spaziergänge, Singspiele und freie Tanzen und durch Bewegungsbaustellen im und um das Haus schulen die Kinder ihre motorischen Fähigkeiten und Wahrnehmungen. Die Verkehrssicherheit wird durch Spaziergänge und den Weg zur Sporthalle der Grundschule in Stieldorf gefördert und trainiert.

Sprachfähigkeit und Kommunikation
Kinder erwerben Sprache von selbst - durch Interaktionsfähigkeiten. Voraussetzung ist jedoch ein Umfeld, in dem die Grundsätze kindlicher Spracherwerbsprozesse berücksichtigt werden: passendes Sprachangebot bieten, Sprachproduktion fördern und Feedback geben.
Kinder erwerben Sprache durch Imitation und Verstärkung, unbewusst-intuitiv, ganzheitlich, in Interaktion und konkreter Handlung. An diesen Prinzipien muss Sprachförderung im Kindergarten ansetzen, um Kinder wirklich zu erreichen und sie in ihrer Entwicklung zu unterstützen. Dies gilt für ein- und zweisprachig aufwachsende Kinder gleichermaßen.
Wir Erwachsenen sind für die Kinder sprachliche Vorbilder. Das miteinander Sprechen hat einen festen Bestandteile im Alltag - Zeit und Interesse am Zuhören, Spaß und Freude mit und an Sprache, durch Spiele, Bewegung, Musikalisch-rhythmische Angebote, Lieder, einen Leseraum und vieles mehr.

Sachkompetenz
Gefördert wird das Verhältnis des Kindes zu seiner natürlichen, technischen und kulturellen Umwelt:

Umwelterziehung der Kinder
Wir möchten das Interesse und Wissen der Kinder über Pflanzen und Tiere weiter entwickeln und vertiefen. Sie sollen die Elemente (Wasser, Feuer, Erde, Luft), Wetterbeobachtungen, die Himmelsrichtungen, unser Dorf, den Straßenverkehr, handwerkliche Betriebe und den Wald kennenlernen.
Die Kinder sollen ökologische Zusammenhänge erkennen lernen, um mit Freude einen Einstieg in die eigene Verantwortung für die Umwelt übernehmen zu können. Auch hier sind wir Erwachsene Vorbild.

Lebenspraktische Fähigkeiten:
Kinder können hier mit Werkzeugen arbeiten, selbstständiges An-und Ausziehen üben, den Umgang mit technischen Geräten erlernen, es wird ihnen mathematisches Grundverständnis vermittelt, sie lernen Mengen und Größen zu unterscheiden, Raum- und Zeitbeziehungen zu erfassen, durch Experimente naturwissenschaftliche Zusammenhänge zu erklären u.v.m.

Mathematische Bildungsarbeit:
Wir gehen spielerisch mit Zahlen und Mengen um. Wir zählen alles, sortieren nach Farben, Formen und Dingen, schneiden durch und teilen auf – wir machen Mathematik lebendig und logisch. Fachlich arbeiten wir mit der neurodidaktischen Sichtweise.

5. Erziehungsmethoden

Partizipation – Beteiligung aller Kinder: Das Wohl des Kindes als Würde des Kindes zu verstehen und seine Entwicklung als Handlungsmaxime verstehen. Die Mitarbeit des Kindes, seine Mitverantwortung und Mitbestimmung wird erlebbar in unserem Kindergarten.
Projektarbeit: Gemeinsames Planen und Durchführen von Aktivitäten, die sich über einen längeren Zeitraum mit einem bestimmten Thema befassen und erfahrungsbezogenes Lernen ermöglichen.
Freispiel: Kinder wählen Spielpartner, Spielaktivität, Lebensraum und Arbeit ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten entsprechend selber aus. Das ungestörte Spiel bietet Kindern das breiteste Übungsfeld, um ihre Sozial-, Sach- und Selbstkompetenzen zu entwickeln und zu fördern.
Situationsorientierte Aktivitäten: Aktivitäten, die sich nach aktuellen Themen und Interessen der Kinder ausrichten – kreative und hauswirtschaftliche Arbeiten, Experimente, Singen, Bilderbuchbetrachtungen, Bewegung im Garten, didaktische Spiele, Medienkunde
Regelmäßige Angebote: Aktivitäten, die an festen Terminen stattfinden - Bewegung in der Turnhalle, Vorschularbeit, Ausflüge, Feste, Mahlzeiten und Sitzkreise.
Positive Verstärkung: Das Lob und die Anerkennung von Leistungen der Kinder ist uns wichtig. Wir wertschätzen die Fähigkeiten und Bedürfnisse der Kinder.
Regeln: „So wenige wie möglich – so viele wie nötig“ Regeln sollen immer im Sinnzusammenhang stehen und den Kinder verständlich gemacht werden. Sie werden gemeinsam erarbeitet, festgelegt und verändert.

6. Inklusion

Kinder sollen nach Möglichkeit gemeinsam aufwachsen, auch mit Behinderung, Entwicklungsverzögerung, Stärken und Schwächen.
Seit 2013 können wir bis zu zwei Entwicklungsverzögerte Kinder bei uns betreuen. Die therapeutische Versorgung dieser Kinder findet zum Teil im Kindergarten statt. Dadurch ist eine enge Kooperation mit den MitarbeiterInnen möglich. Unser Kindergarten selbst kann keine speziellen Therapieangebote leisten!
Die zusätzliche pädagogische Fachkraft arbeitet innerhalb der ganzen Kindergruppe mit dem Team zusammen. Wir erleben Inklusion als umfassende Lernsituation für Kinder und Erwachsene auf, als einen Lebens- und Erfahrungsraum, der kein Kind ausschließt.
Die Heterogenität einer altersgemischten Gruppe bietet vielfältige Förderungsmöglichkeiten, die mit der Methode der differenzierten Gruppenarbeit für Kinder mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen nutzbar gemacht werden können.
Jeder Mensch trägt die Potentiale zu einer konstruktiven Entwicklung in sich. Entwicklungsprobleme und Verhaltensschwierigkeiten werden nur mit den Eltern und im Team thematisiert. Wir arbeiten mit Institutionen und Therapeuten zusammen und können diese hinzuziehen.

7. In Begegnungen werden Kultur- und Lebensräume der Kinder erlebt

Wir empfangen gerne Besuch im Kindergarten und lernen Gastfreundschaft.
Interkulturelle Erziehung bedeutet für uns, einander näher zu kommen und mit Freundlichkeit und Respekt zu achten.
Unser Kindergarten lebt mit Familien verschiedener Kulturen zusammen, Menschen aus fernen Ländern sind als Eltern verbunden, Mitarbeiter und Vorstandsmitglieder sind Migranten und Freunde. Wir alle leben ein Miteinander und arbeiten für die Belange der Kinder. Diese Offenheit und Akzeptanz können wir von unseren Kindern lernen und an sie weitergeben.
Den Kindern wird die Möglichkeit gegeben, ihre Muttersprache zu sprechen.

8. Übergänge – EASE

Als Übergänge bezeichnen wir die Zeiten, in denen wir neue Lebensräume kennen lernen müssen, um uns weiterzuentwickeln. Kinder lernen Familie kennen, dann zusätzlich eine Spielgruppe, den Kindergarten, evtl. noch Förderkurse und danach gehen sie zur Grundschule. Es folgen unterschiedliche Schulformen, Lebensumstände, Wohnorte u.v.m.
Wir möchten, dass Kinder positive Erfahrungen beim Übergang in den Kindergarten machen, damit diese angenehmen Gefühle ihr weiteres Leben auch positiv leiten.
Eine gute Eingewöhnung neuer Kinder kann nur gelingen, wenn auch hier eine individuelle, einfühlsame Aufnahme gelingt und die Eltern des Kindes einbezogen werden. Wir arbeiten bewusst ohne Modelle.
Vorschulkinder - Bildungsarbeit
Vorschulkinder werden alle Kinder genannt, die als Sechsjährige oder Antragskinder im kommen Jahr zur Schule kommen können.
Ungestört von den „kleinen Strolchen“ findet eine ihrem Alter entsprechende Förderung statt. Sie soll den Übergang vom Kindergarten in die Schule erleichtern und die Kinder voll Freude und Motivation auf den Schulbesuch vorbereiten.
Ziel der vielfältigen Angebote ist es, die Entwicklung des Kindes im Hinblick auf seine Schulreife zu unterstützen und orientiert sich an der Bildungsvereinbarung NRW.
Geplant sind Projektarbeiten, Raum und Zeit für situative Angebote, mathematische Spiele, Naturbeobachtungen, Experimente, Ausflüge, Musik und ein Theaterspiel. Durch Projektarbeit gewinnen die Kinder ein Bewusstsein darüber, dass sie lernen und was sie lernen. Deswegen arbeiten wir neben situativen Vorschulinhalten – die sich flexibel und spontan durch Bedürfnisse der Kinder ergeben – an langfristig entwickelten Projektthemen.
Hierdurch können wir über mehrere Tage oder Wochen kontinuierlich Impulse für bestimmte Themen und Lerninhalte geben. Werden Kinder etwa durch klare Problemstellungen oder Inhalte herausgefordert, sind sie mit Begeisterung am Werk und wird ihr Denken mit eigenem Handeln verbunden (z.B. durch Experimente), dann wird das Lernen lustvoll erlebt.

Pädagogisches Handeln für unter 3-jährige Kinder
Eine einfühlsame Eingewöhnung bildet die Grundlage für den Aufbau einer sicheren Bindung an die neuen Bezugspersonen. Wir bieten den Kindern vielfältige Entwicklungsanreize und Raum für Selbstbildungsprozesse durch entsprechendes Spielmaterial, Beteiligungsmöglichkeiten und pädagogische Kompetenzen.
Die unterschiedlichen Lebensrhythmen und Bedürfnisse zweijähriger Kinder, werden bei der Gestaltung des Tagesablaufes berücksichtigt und immer wieder mit den Eltern besprochen. Besonders während den Mahlzeiten und Pflegesituationen gilt es, den Kindern Zeit und ein besonderes Maß an liebevollem Respekt entgegen zubringen.
Gastkinder:
Angemeldete Kinder können noch vor ihre offiziellen Aufnahme als Gastkinder betreut werden und uns kennenlernen. Geschwister, ehemalige Strolche und Freunde können uns nach Absprache besuchen.
Therapeuten können bei uns in der Einrichtung mit dem einzelnen Kind arbeiten, wenn die Eltern dies wünschen. Dadurch können auch hier optimale Lernerfolge mit wenig Übergangsstress ermöglicht werden.
Eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Eltern und ErzieherInnen ist ein wichtiger Grundstein für das Wohlbefinden des Kindes. Die Eltern sind jederzeit im Kindergarten willkommen und können uns telefonisch erreichen.

9. Bundeskinderschutzgesetz

– die Rechte der Kinder zu sichern
(entsprechend dem Entwicklungsstand des Kindes selbstständig wahrnehmend oder durch einen gesetzlichen Vertreter)
Partizipation – Beteiligung aller Kinder
Beteiligung meint:
• Das Wohl des Kindes als Würde des Kindes zu verstehen
• Die Entwicklung des Kindes wird als Handlungsmaxime verstanden:
Beteiligung ist wesentlicher Teil des Interaktionsprozesses basierend auf dem Prinzip der Gleichberechtigung. Unseren Kindern wird kontinuierlich die Möglichkeit gegeben, den Alltag durch entdeckendes Lernen selbst zu gestalten und mit zu gestalten, eigene Lernerfolge und Erfahrungen zu machen.
Kinder sind als Ideengeber und Beschwerdeführer zu sehen und aktiv zu beteiligen.
Ausdrucksformen (wie Weinen, Rückzug, Aggressivität und Freude) werden wahrgenommen und ernst genommen.
• Mitarbeit, Mitverantwortung und Mitbestimmung des Kindes in seinem Lebensraum

Methoden, Verfahren und Beispiele der Beteiligung:
• Alles was Kinder selbst in „ die Hand nehmen können“ sollen sie tun können.
Beispiele:
• Täglicher Gesprächskreis um ca.10:00 Uhr (abhängig vom Tagesrhythmus),
Befragungen (Spiele, Lieder, Mittagessen, Spaziergangwege, Angebote …..)
• Methoden wie Redesteine, Handzeichen, Bilder ...
• Die Umsetzung soll dem Entwicklungsstand des Kindes entsprechen.

Beteiligung von Eltern als Interessensvertreter der Kinder:
• Elternbeteiligung ist Voraussetzung auch im Sinne der Umsetzung von Kinderrechten, auch wenn sie als Beschwerde in persönlichen Angelegenheiten formuliert werden.
• Eine Zusammenarbeit mit Eltern ist verpflichtende Voraussetzung, um wesentliche Angelegenheiten der Erziehung, Bildung und Betreuung im Kindergarten zu verwirklichen.
• Elternkompetenz wird wertgeschätzt, ernst genommen und unterstützt.
• Wir nehmen das Kind auf und damit die ganze Familie.
• Eltern werden als Experten ihrer Kinder wahrgenommen.

Elternbeteiligung konkret - Methoden
• Wir informieren die Eltern regelmäßig durch schriftliche Informationen: Rahmenpläne, Infowand,
Leistungsbeschreibung, Konzeption, angebotene Fachliteratur und Informationen Dritter.
• Wir informieren die Eltern regelmäßig durch mündliche Informationen: Elterngespräche, Elternabende, Elternnachmittage und täglicher Austausch über gegenseitige Beobachtungen des Kindes.
• Unmutsäußerungen, Konflikte, Verbesserungsvorschläge, Anfragen und Anregungen möchten wir positiv bewerten und dem offen nachgehen.
• Beschwerdemanagement – siehe Leistungsbeschreibung
• Dazu wird die “ Gewaltfreie Kommunikation“ erlernt und von uns vertreten. Auch können Dritte (Mentoren) hinzugezogen werden.
• Jährliche schriftliche Elternbefragung durch das Team – Elternbeirat

10. Phasen zur Umsetzung von Beteiligungsmöglichkeiten der Kinder

Reflexionsphase:
• Beobachtung und Analyse des eigenen Verhaltens
• Welche Beteiligungsspielräume gibt es bei uns?
• Welche Beteiligungsmöglichkeiten sind bei uns verabredet?
• Wo sind die Grenzen der Beteiligungsmöglichkeiten?

Beteiligungsmöglichkeiten erkunden:
• Neue Möglichkeiten ausprobieren und erneut reflektieren.
• Im Team sollen alle Beteiligungsschritte und Möglichkeiten abgestimmt werden.
• Team und Kinder befinden sich immer in einem Lern- und Entwicklungsprozess.
• Grenzen stellen den Schutz vor Gefährdung der Kinder dar

Dialog:
• Team legt (mit den Kindern) Bereiche für Beteiligung fest
• Träger und Eltern werden informiert in Elternabenden, Gesprächen und durch die aktuelle Konzeption.
• Beteiligungsrechte können erweitert werden.


Verlässliche Strukturen für die Beteiligung aller hier bei uns:
• Team Gesprächszeiten: Vormittags während der Freispielzeit und nach Absprache
• Sitzkreis: täglich mit allen anwesenden Kindern und den Erwachsenen um gemeinsam Erlebtes zu besprechen, Erlebnisse zu planen, aktuelles zu zeigen und erzählen und Entscheidungen zu treffen.
• Gesprächsleitung: Fachkräfte steuern und ermöglichen diesen Dialog und achten auf die kindgemäße Umsetzung. Dabei kann diese Gesprächsleitung auch an ein Kind übertragen werden.

11. Bildungsprozesse der Kinder werden dokumentiert

Eltern und Erzieher sind Partner in der Bildung, Erziehung und Betreuung der Kinder.
“Ihr seid Experten Eurer Kinder!“
Deshalb ist der gemeinsame Austausch und die Zusammenarbeit, für uns von großer Bedeutung. Die unterschiedlichen Lebenslage der Familie sowie ihre Kompetenzen sind wichtige Bezugspunkte für das pädagogische Handeln in unserem Kindergarten. Dabei ist uns der Grundsatz wichtig, dass jede Familie und jedes Elternteil mit seinen individuellen Stärken und Ressourcen ein wichtiges Mitglied ist.
Die Bildungsprozesse der einzelnen Kinder werden durch verschiedene Formen der Dokumentation sichtbar gemacht. Eltern werden so an den Denk- und Handlungsprozessen beteiligt.

Die pädagogische Grundlage für die zielgerichtete Bildungsarbeit ist die beobachtende Wahrnehmung des Kindes, gerichtet auf seine Möglichkeiten und die individuelle Vielfalt seiner Handlungen, Vorstellungen, Ideen, Werke, Problemlösungen und ähnliches. Dazu wird angestrebt, dass Beobachtung und Auswertung von der pädagogischen Fachkraft notiert und als Niederschrift des Bildungsprozesses der einzelnen Kindes dokumentiert werden.

Kinder sind aktive Konstrukteure ihres Wissens, Lebens, Denkens, Weltbildes und ihrer moralischen Werte.

Wie wird aus einer Erfahrung ein Bildungsprozess?

• Indem die Kinder mit allen Sinnen wahrnehmen
• Durch eigenes Handeln und eigentätiges Erleben
• Indem die Kinder ihre Erfahrungen emotional,einordnen
• Indem die Kinder eigene Vorstellungen und eigene Lösungswege entwickeln
• Indem die Kinder nicht nur Erfahrungen machen, sondern auch über ihre Erfahrungen, nachdenken`
• Durch Prozesse des Wiederholens, Reflektieren und Neu-Erkennens
• Indem die Kinder über ihre Erfahrungen sprechen
• Durch die Bearbeitung der Erfahrungen in allen Sprachen` der Kinder
• Indem die Kinder in der Zusammenarbeit mit anderen Kindern ihre Theorien überprüfen und neue Theorien entwickeln
• Indem die Kinder ihren Erfahrungen einen Sinn geben
• Durch komplexe Erfahrungen in komplexen Situationen
• Indem die Kinder eigene Forschungen in Gang setzen, Fragen entwickeln und Antworten finden

Bildungsdokumentation
Ausgangsbasis

• Die Entwicklung von Selbstbewusstsein, Eigenständigkeit und Identität ist Grundlage jedes Bildungsprozesses.
• Es werden keine „Zeugnisse“ und „Checklisten“ angefertigt, es findet keine Defizitorientierung statt.
• Beobachtung und Dokumentation ist Pflichtaufgabe der pädagogischen Fachkräfte und nur mit Einverständniserklärung der Eltern möglich – darum Pflicht zum Elterngespräch. § 13 Absatz 5 KiBiz
• Es werden keine Beurteilungen bzw. Einschätzungen, sondern Beschreibungen und Schilderungen von Bildungsprozessen festgehalten.
• Schwerpunkte werden auf Stärken und Interessen des Kindes, nicht auf Defizite gelegt: was tut das Kind – nicht was kann es, was kann es nicht. Wo ist ein selbstmotivierter Anteil zu beobachten.
• Beobachtungen sind immer subjektiv, darum werden wir mit Gefühl der Anerkennung, innerer positiver Offenheit und Respekt das Kind beachten.
• Dokumentation als externes Gedächtnis für die Kinder.
• KiBiz – Schwerpunkt ist die Dokumentation der Sprachentwicklung.

Folgenden Dokumentationsformen gibt es hier im Kindergarten:
• Dokumentation durch ein Portfolio: Sammlung von „Produkten“ wie Zeichnungen, Fotos und Videos
• Schriftliche Beobachtungen von Bildungsprozessen als Erzählung (freie Wahl von Zeit, Thema und Ziel)
• Bildungs- und Lerngeschichten
• Keine Dokumentation erwünscht und erwartet (daraus entstehen keine Nachteile)
Wichtig: Alle Dokumentationen stehen nur den Unterzeichnenden zur Verfügung. Ohne die Eltern werden keine Gespräche außerhalb über das Kind geführt.

 

12. Zusammenarbeit von Eltern und ErzieherInnen in der Praxis

Unser Kindergarten leistet durch konzeptionsangeleitete Bildungs- Erziehungs- und Betreuungsarbeit einen wichtigen Beitrag zur Sozialisation und Personalisation jedes Kindes. Nach der Familie, schaffen wir in der frühen Kindheit die Grundlage für eine selbstbestimmte Lebensführung und die Bildung einer ausgeprägten Persönlichkeit. Zudem bereiten wir die Kinder auf das Leben in unserer gegenwärtigen Gesellschaft vor und begeistern sie zur weltoffenen Mitgestaltung von Gremien- und Kulturwesen.
Zwischen Eltern und ErzieherInnen muss auf der Grundlage der pädagogischen Konzeption eine tragfähige Vertrauensbasis bestehen. Dieses lässt eine freie Gestaltung der Arbeit durch das Team zu.
Möglichkeiten der Mitarbeit bestehen im Rahmen gemeinsamer Absprachen und der Zusammenarbeit mit dem Elternbeirat.
Die ErzieherInnen müssen die Inhalte der pädagogischen Konzeption bejahen und sollen ihr Handeln danach ausrichten.
Eltern, die Mitglieder der Elterninitiative “Die kleinen Strolche“ e.V. sind, müssen die Inhalte der pädagogischen Konzeption mittragen. Dazu gehören auch die Übernahme konkreter Aufgaben wie Vorstands- und Gremienarbeit, Haus- und Gartenarbeiten und Elternbetreuungsdienste.
Wenn wir Eltern besondere Anforderungen an ErzieherInnen stellen, müssen wir natürlich auch bereit sein, dieselben bzw. entsprechenden Anforderungen an uns zu stellen. Dazu gehört auch die Bereitschaft, Kritik offen gegenüber der betroffenen Person zu äußern und die Bereitschaft, selbst Kritik zu ertragen, zu überdenken und gegebenenfalls auch umzusetzen.

Wir freuen uns über Feedback zu unserer pädagogischen Konzeption. Sie soll etwas Lebendiges bleiben, uns Orientierung und Sicherheit geben, aber sich auch über die Zeit immer wieder wandeln dürfen, zum Wohle unserer Kinder. (Tel. 02244 6322)

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